Die Hagia Sophia wurde 537 fertiggestellt und veränderte mit ihrer riesigen Kuppel die Architekturgeschichte. Noch heute untersuchen Fachleute ihre Konstruktion.
Kurzantwort
Kaiser Justinian I. beauftragte Anthemius von Tralles und Isidor von Milet. Ihre Pendentifkonstruktion trägt eine rund 55 Meter hohe und 31 Meter breite Kuppel.
Wer baute die Hagia Sophia?
Der Bau begann 532 und dauerte nur etwa fünf Jahre. Anthemius war Mathematiker und Ingenieur, Isidor Physiker und Architekt; ihr wissenschaftlicher Ansatz ermöglichte die außergewöhnliche Spannweite.
Warum scheint die Kuppel zu schweben?
Ein Fensterring am Kuppelfuß lässt Tageslicht ein und löst die schwere Konstruktion optisch vom Gebäude. Pendentifs übertragen das Gewicht der runden Kuppel auf vier massive Pfeiler.
Einsturz und Wiederaufbau
Ein Erdbeben ließ 558 Teile der ursprünglichen Kuppel einstürzen. Isidor der Jüngere baute sie höher und stabiler wieder auf; spätere Generationen verstärkten das Bauwerk weiter.
Einfluss auf Istanbul
Die Blaue Moschee, die Süleymaniye-Moschee und zahlreiche weitere Kuppelbauten greifen Ideen der Hagia Sophia auf. Ein Vergleich vor Ort macht diesen Einfluss besonders verständlich.
Häufige Fragen
Wann wurde die Hagia Sophia gebaut?
Zwischen 532 und 537 n. Chr.
Wer entwarf sie?
Anthemius von Tralles und Isidor von Milet.
Wie hoch ist die Kuppel?
Ungefähr 55 Meter über dem Boden.
Was sind Pendentifs?
Gekrümmte Dreiecke, die eine runde Kuppel mit einem quadratischen Unterbau verbinden.


